Prinzip

prinzipVielen Menschen fällt es schwer zu verstehen wie es möglich ist, dass ein Segelflugzeug fliegt, da es ja über keinerlei Antrieb verfügt. Eine gute Möglichkeit dies zu zeigen ist folgende:
Man stelle sich vor, man fahre auf einem Fahrrad ohne Pedale. Die einzige Möglichkeit das Fahrrad fahren zu lassen und somit ein Herunterfallen zu verhindern ist es, einen leichten Abhang herunterzufahren. Rollt man bergab ,verliert man nicht an Geschwindigkeit und kann das Fahrrad wie jedes gewöhnliche Fahrrad mit Pedalen steuern.
Dasselbe gilt für Segelflugzeuge. Segelflugzeuge sinken immer in der Luftmasse in der sie sich befinden. Ungefähr einen Meter pro Sekunde verliert das Segelflugzeug auf diese Weise an Höhe. Der eigentliche Trick und die Faszination des Sports liegen nun darin, eine Luftmasse zu finden, welche aufsteigt, und zwar schneller als die Sinkgeschwindigkeit des Flugzeugs. Dann sinkt das Flugzeug zwar immer noch innerhalb dieser Luftmasse, aber da die Luft selbst ja schneller steigt, steigt auch das Flugzeug in höhere Höhen. In diesen Aufwinden, genannt Thermik, steigt der Segelflieger, bis er ausreichend Höhe hat und fliegt dann vor um Strecke zu machen. Hat er die Höhe abgebaut sucht er sich erneut Thermik und „tankt“ wieder Höhe.
Auf diese Art und Weise sind je nach Wetterlage Strecken von bis zu über 1000km ohne Zwischenlandung möglich. Der Weltrekord für einen Segelflug mit Rückkehr zum Startflugplatz liegt bei 3008,8km an einem einzigen Tag.

Segelfliegen ist eine sehr umweltfreundliche Sportart: Wir fliegen ohne jegliche Emission.

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