Osterlager 2016

Ungeduldiger hätte man gar nicht mehr sein können, als es schließlich wieder losging: Wie jedes Jahr läuteten wir mit unserem legendären Osterlager die Flugsaison wieder ein! 
 
 
Die Motivation war so hoch wie nie, die Flugzeuge wurden vom Prüfer abgenommen und am Abend wurde es sogar noch romantisch:
 
Alle waren eingeweiht, nur eine nicht: Kim! Ein Großteil ihrer Jugendzeit hat sie bei uns auf dem Flugplatz verbracht und ihren Schein erworben. Dabei lernte sie die Liebe ihres Lebens kennen, wo nun bald die Hochzeit ansteht. Doch was fehlt vorher noch? Der Junggesellinenabschied. Relativ unklassisch, aber  mit viel Idee, organisierten wir eine riesen Überraschungsparty auf dem Flugplatz für sie. In der Limousine mit ihren Freundinnen schwindelig gefahren, erreichte sie pünktlich zum Sonnenuntergang den Flugplatz. Auf dem Stuhl vor der Halle sitzend wurde ein Film über sie abgespielt, der  alte Erlebnisse und Emotionen und besonders alte Freunde wieder hoch holte. Doch was dann? Die Halle wird aufgeschoben und plötzlich stehen alle da! Rund 70 Leute waren gekommen um mit Kim gemeinsam zu feiern, anzustoßen und die anstehende Hochzeit bei einem Kaltgetränk und Bratwurst ein zu läuten, ein toller Abend!
 
 
Am nächsten Tag ging es dann endlich das erste Mal in die Lüfte. Segelfliegen ist wie eine Sucht; einmal angefangen, kann und will man damit gar nicht mehr aufhören. Das Gefühl, wenn das Seil ausklinkt und man da oben ganz alleine mit dem Flugzeug ist und der Natur verbunden ist, wie man es nie beschreiben könnte, ist unbeschreiblich gut. Es gibt nichts schöneres, als so frei zu sein, zu spüren, wie die Lüfte einen tragen und dabei den unglaublichen Ausblick auf die weite, weite und doch so kleine Welt zu erhaschen. Jeder Flug ist ein anderer, nie ist einer gleich, und noch weniger könnte es langweilig sein. Jeder Flug ist eine neue Herausforderung, und auch jeder Flug bringt neuen Spaß.
 
 
Jeden Tag fesselt der Segelflugsport aufs Neue. Ob alleine, mit Fluglehrer, Gast, oder im Team, es gibt viele Möglichkeiten, diesen Sport zu genießen. Nach drei Tagen Platzrundenwetter gab es am Mittwoch einen schönen Thermiktag. Mit mehreren Flügen über einer Stunde war das für einen Tag in dieser Jahreszeit schon mehr als gut. So kommen auch Augenblicke wie diese zu Stande:
 
 
 
Doch nicht nur das Fliegen macht den Segelflugsport aus; am Boden herrscht ebenso reges Treiben wie in der Luft. Die gelandeten Flugzeuge müssen zurück zum Start geschoben werden, die Seile müssen von der Winde geholt werden, die Winde muss betätigt werden und die Piloten und Flugschüler müssen sich auf ihre anstehenden Flüge vorbereiten. 
 
 
Doch von was der Segelflugsport wirklich lebt, ist die Gemeinschaft und die Atmosphäre neben dem Flugbetrieb; sei es morgens beim Frühstück, die Umgänge miteinander auch während des Flugbetriebs, abends beim Grillen oder auch beim wärmenden Lagerfeuer, an welchem man gelegentlich ruhiger Gitarrenmusik lauscht oder über Vergangenes und auch Pläne spricht. 
 
 
Es gab auch einige „nebensächliche“ Aktionen, wie die Schnitzeljagd im Dunkeln. Die Flugschüler sollten sich vor der Halle versammeln und wurden dann zu dem „kleinen gelben Ding da hinten“ geschickt, ohne zu wissen, was sie da genau suchen sollen. Dabei handelte es sich um eine alte Bushaltestelle. Nachdem in der Schranke, die ein paar Meter davon entfernt war, der erste Hinweis gefunden wurde, ging es zum See. Beim See lag ein Ziegelstein versteckt, der einen zur Ziegelei quasi am anderen Ende des Ortes sandte. Auf dem Weg dorthin gab es den Hinweis zum Hellingst ´59, dem Stammrestaurant der LVU`ler. Dort angekommen klebte in einem Seitenleitwerk, versteckt in einer Telefonzelle der Hinweis zum Lagerfeuer. Dort angekommen, wurde der Preis gefunden. Nach dieser erfolgreichen Aktion waren alle ziemlich müde und es ging ins Bett.
Einen Tag später haben sogar einige Irrsinnige bei diesen Temperaturen den Drang verspürt, im Stedener See, der nur 5 Minuten zu Fuß vom Flugplatz entfernt liegt, anbaden zu gehen, und auch dabei gab es nichts als Spaß! 
 
 
Nach einer Woche purem Spaß ging das Osterlager leider schon zu Ende; doch nicht ohne das alljährliche fürstliche Hellingster Osterfrühstück! 
 
 
Mit einer großen Menge Bacon, frischen Brötchen, viel verschiedenem Aufschnitt und vielen zufriedenen Mägen war es mal wieder ein voller Erfolg! 
 
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Flugsaison 2016 so super bleibt, wie sie angefangen hat! 
 
© 2008 Luftfahrtverein Unterweser e.V. | Joomla 1.5 Templates by vonfio.de